Konzert-Informationen

Konzert: The Playfords: L’arte da Vinci

Rätsel, Witze und Prophezeiungen Leonardo da Vincis, gemixt mit Frottolen, Chansons und Madrigalen seiner Zeit

Was ist das Wesen des Wassers? Woher kommt das Blau des Himmels? War die Erde ein Stern? Ist die Kastanie glücklicher als der Feigenbaum? Antworten geben The Playfords in ihrem neuen Programm „L’Arte di Leonardo“.

Der Universalgelehrte aus Vinci war nicht nur zu vielem fähig – als Maler, Bildhauer, Ingenieur, Musiker -, sondern wusste sich auch gut zu verkaufen: Sein Haupteinkommen erzielte er als Unterhalter bei rauschenden Festen, sei es mit mechanischen Wunderwerken, sei es mit Witzen, Rätseln und Anekdoten oder als Improvisator von Poesie und Musik zugleich. Seine privaten Notizen allerdings zeichnen ein pessimistisches, zuweilen groteskes Bild von seinen Zeitgenossen.

The Playfords verweben heitere und düstere Texte aus Leonardos Philosophischen Tagebüchern mit Kompositionen, deren Klängen er an seinen Wohnorten Mailand, Florenz, Rom und zuletzt Frankreich begegnet sein könnte, von Verdelot, Ebreo, Tromboncino, Josquin und anderen, und natürlich tun sie, was auch der Meister selber tat: sie improvisieren.

Besetzung:

Björn Werner – Gesang
Annegret Fischer – Blockflöten
Erik Warkenthin – Barockgitarre, Laute, Chitarrone
Benjamin Dressler – Viola da Gamba
Nora Thiele – Perkussion

Konzert: Oni Wytars: Musica Antiqua Italica

Das seit 35 Jahren bestehende Ensemble widmet sich der Erforschung der Zusammenhänge von Kunst – und Populärmusik der Mittelmeerländer vom 13. – 15. Jahrhundert. Die Musiker aus Italien, Deutschland, Österreich und Großbritannien studierten heutige musikalische Traditionen aus dem italienischen, französischen und spanischen Mittelmeerraum, die ohne Zweifel gemeinsame Wurzeln in der Musik des 15. und 16. Jahrhunderts haben.

Besetzung:

Marco Ambrosini – Nyckelharpa, Fidel, Violino d’amore, Mandoline
Katharina Dustmann – Zarb, Riqq, Bendir, Darbuka, Davul, Tamburello
Peter Rabanser – Gesang, Oud, Chalumeau, Dudelsäcke, Tamburello
Gabriella Aiello – Gesang, Kastagnetten
Riccardo Delfino – Harfe, Drehleier, Gesang
Michael Posch – Block- und Schilfflöten

Abschlußkonzert: Oni Wytars & The Playfords & Mareike Greb (Tanz): Ostinate Follie! Wahnwitz der Wiederholung. Tanzekstase.

Die Follia war einer der beliebtesten Tänze der Renaissance und der Barockzeit. Mit vielleicht sogar afroamerikanischen Wurzeln entwickelte sich dieser Tanz vom ekstatsch kultischen bis hin zum vornehm langsamen höfschen Tanz am Hofe Louis XIV. Hier treffen Meister der Improvisaton aufeinander und werden mit Witz und Virtuosität in einen improvisierenden Musik- und Tanzwettstreit treten. Mitreissend, humorvoll und kunstvoll.

Besetzung:

Peter Rabanser – Gesang, Oud, Chalumeau
Gabriella Aiello – Gesang
Björn Werner – Gesang
Jule Bauer – Gesang, Nyckelharpa
Marco Ambrosini – Nyckelharpa, Fidel
Annegret Fischer – Blockföten
Martin Erhardt – Blockföten
Michael Posch – Flöten
Erik Warkenthin – Lauten
Eva Maria Rusche – Cembalo
Benjamin Dressler – Viola da Gamba
Nora Thiele – Perkussion, Colascione
Katharina Dustmann – Perkussion
Mareike Greb – Tanz