Workshops

Workshops

Samstag, 13. und Sonntag, 15.11.26, mon ami Weimar

Kurszeiten: Sa. von 9:30 bis 17 Uhr und So. von 10 bis 16 Uhr
Präsentation der Workshopergebnisse: So. von 16 bis 17 Uhr


Dancing Playford

Tänze aus „The English Dancing Master“ für alle Tanzlustigen

Mit Mark Frenzel

Der Londoner Verleger John Playford gab erstmals 1651 eine Sammlung von Tänzen mit dem Titel “The English Dancing Master“ heraus, in der viele “Country Dances“ beschrieben wurden. Dies waren z.B. Gassen-, Kreis- oder Vierpaar-Tänze, die schon zu Zeiten von Shakespeare und Königin Elisabeth I. Eingang an den europäischen Höfen gefunden hatten, aber erst später als Tanzsammlung veröffentlicht wurden. In vielen Auflagen wuchs der Umfang der Tänze bis 1728 auf über 500 Beschreibungen an – das sollte als Auswahl für das Wochenende reichen!

Wir werden uns neben den typischen „Longways for as many as will“ mit verschiedenen Formationen vergnügen, die bei Bällen meist nicht getanzt werden, da man dafür etwas mehr Vorbereitungszeit braucht. Wichtig ist, nicht nur mit den Füßen, sondern auch mit dem Gesicht und allen Ausdrucksmöglichkeiten zu tanzen und der Lebensfreude Raum zu geben. Wir werden auf jeden Fall Spaß zusammen haben! 

Workshopleiter


Mark Frenzel (Halle) ist seit über 30 Jahren den historischen Tänzen von Frührenaissance (in Italien um 1350) bis zum Frühbarock (England um 1650)
verfallen. Er unterrichtet seit vielen Jahren historische Tänze. Seit 2005 leitet er den Playford-Ball, einen großen historischen Ball in Halle.


Playing Playford I (für Anfänger und Impro-Neulinge)

Mit Ian Harrison

In diesem Kurs wollen wir uns den Hits aus Playfords Sammlung „The Dancing Master“ wie z.B. Newcastle, Hearts Ease und Upon a Summers’s Day widmen und sie gemeinsam tanzbar im Stil des 17. Jahrhunderts für uns passend machen und spielen. Vor allem aber wollen wir hieran das Improvisieren üben – sich in die Musik einhören, allmählich von den Noten lösen, etwas finden, was zu den Harmonien passt und trotzdem anders als die Melodie klingt, und Ideen entwickeln, wie wir die vielen Durchläufe derselben Melodie auf den abendlichen Tanz-Sessions so gestalten können, dass es dennoch niemals langweilig wird. Dabei nutzen wir vorbereitete Sätze, die ich mitbringe, aber auch alle Ideen, die von Euch kommen; also steckt Eure Instrumente, Stimmen, Kreativität ein – alles wird in Musik verwandelt. Am Ende werden wir live zum Tanz des Tanzworkshops aufspielen. 

Workshopleiter


Ian Harrison wuchs in Newcastle im Norden Englands auf und begann seine musikalische Laufbahn als Lay Clerk im Chor der Kathedrale von Canterbury. Anschließend studierte er am Königlichen Konservatorium Den Haag sowie an der Schola Cantorum Basiliensis in Basel. Er ist Spezialist für historische Blasinstrumente wie Schalmei, Zink, Flageolett und historische Dudelsäcke, auf denen er mit besonderer Vorliebe improvisiert. An der Schola Cantorum Basiliensis unterrichtet er Schalmei und Ensemblemusik, an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main historische Improvisation. Darüber hinaus ist er ein gefragter Referent bei Workshops und Konferenzen.


Playing Playford II (für Erfahrene und Geübte)

Mit Martin Erhardt

John Playfords „Dancing Master“ erschien von 1651 bis 1728 in 18 Auflagen im Druck und überliefert uns Choreographien und Melodien von über 500 Tänzen. Wir wissen, dass bei den spätesten Auflagen zusätzlich auch ein Heftchen mit Bassstimmen zu den Melodien erhältlich war – doch ist uns heute davon kein einziges Exemplar erhalten. Wenn heute mehr als die bloße Melodie erklingen soll, müssen wir also selbst kreativ werden. Darum geht es in unserem Kurs: Wir ergänzen zu gegebener Melodie eine Bassstimme, Akkorde und eine Mittelstimme. Wir verzieren oder „ent-zieren“ die überlieferte Melodie und spinnen daraus musikalische Dialoge. Ich bringe einige meiner fertigen Arrangements mit, die wir einstudieren. Wobei „fertig“ meist nicht in Stein gemeißelt bedeutet, sondern nur eine Grundlage zur Improvisation darstellt. Und wer Ambitionen hat, kann im Workshop lernen, selbst zu arrangieren, zu improvisieren und in einem spontan interagierenden Ensemble auch mal die Initiative zu übernehmen. 

Stimmton = 440 Hz

Workshopleiter


Martin Erhardt (Halle) unterrichtet historische Improvisation und Musiktheorie an den Hochschulen in Weimar und Leipzig sowie Blockflöte am Konservatorium in Halle – daneben konzertiert er als Blockflötist, Cembalist, Organist, Portativspieler und Sänger mit diversen Spezialistenensembles für Musik aus Mittelalter, Renaissance und Barock. Er ist künstlerischer Leiter des Leipziger Improvisationsfestivals und Autor des Lehrbuchs »Improvisation mit Ostinatobässen«.


Jugendensemble Early Music Folk

Mit Fabia Bartuschka

Wie können wir Melodien für neugierige Ohren und tanzlustige Füße selbst zum Klingen und Grooven bringen? Wie können wir so improvisieren, dass es zu den Harmonien passt und die Musik interessant macht?

Im Workshop für Jugendliche ab etwa 12 Jahren gehen wir noch etwas weiter und wollen deine Kreativität freilassen! Gemeinsam musizieren, improvisieren und arrangieren. Dieser Workshop passt zu dir, wenn du dich seit einigen Jahren mit dem eigenen Instrument beschäftigt und wohl fühlst.

Empfohlenes Alter: 12-18 Jahre
Stimmton: 440 Hz

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Fabia Bartuschka, geboren 2002, ist eine vielseitig interessierte Musikerin und Pädagogin in Ausbildung. Seit 17 Jahren ist die Blockflöte ihr Hauptinstrument. Musikalisch geprägt haben sie vor allem die Alte Musik und Folkmusik aus verschiedenen kulturellen Kontexten. Pädagogische Erfahrung sammelte sie in Workshops beim Kinder- und Jugendzirkus Tasifan sowie in Kinderchorcamps des Thüringer Chorverbandes. Fabia Bartuschka studiert momentan Blockflöte an der Staatlichen Hochschule für Musik Freiburg.


Kinderensemble Early Music Folk

Mit Anett Bartuschka

Kennst du das, wenn dir ein Lied gar nicht mehr aus dem Kopf geht? Solche Ohrwürmer pfiffen die Leute schon schon vor hunderten von Jahren auf der Straße. Wir lassen uns anstecken und bringen im großen Kinderensemble alte Tanzmelodien zum Klingen.


Wenn du dein Instrument mindestens drei Jahre spielst, bist du hier genau richtig. Freu dich aufs Zusammenspielen mit und ohne Noten und erste Schritte selbst spontan Melodien zu erfinden.

Empfohlenes Alter: 8-12 Jahre
Stimmton: 440 Hz

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Anett Bartuschka ist Musikpädagogin, Gitarrenlehrerin und Ensembleleiterin. Sie studierte in Weimar Gitarre und Stimmbildung, später kam noch eine Chorleiterausbildung hinzu. Sie spielt außerdem Klarinette und Laute. Seit ihrer Jugend unterrichtet sie Gitarre und sammelte weitere pädagogische Erfahrungen u. a. als Musiklehrerin und im Kinder- und Jugendzirkus Tasifan. Anett Bartuschka ist Leiterin der ElephantBand, Mitgründerin der Gitarrenklassen an der Weimarer Louis-Fürnberg-Grundschule und der Kinderchorcamps des Thüringer Chorverbandes. Seit 2020 unterrichtet sie Fachmethodik für Gitarrenklassenunterricht an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ Weimar.


Musik und Bewegung für Kinder

Mit Studierenden der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ Weimar unter Leitung der Professorin Meike Britt Hübner sowie  Joschka Wiebusch und Svenja Kuhn

Wind, Wälder, Wasserfälle… Können Steine sprechen, Hölzer heulen? In Klängen, Bewegungsspielen und musikalischen Geschichten erkunden wir, wie Wiese, Waldboden und Schotterweg klingen. Am Ende stehen wir gemeinsam mit dem Kinderensemble Alte Musik auf der Bühne. Alle Kinder sind herzlich willkommen – mit und ohne Instrument!

Empfohlenes Alter: 5-12 Jahre